Der Besucher lernt zahlreiche Traditionen und Mythen um die Hochzeit kennen, die meistens noch aus dem Mittelalter stammen. So sollte die Braut nicht das eigene Kleid nähen („So viele Stiche, so viele Tränen.“), Brausträuße hatten nicht nur schön auszusehen, sondern Thymian, Rosmarin und Lavendel mussten auch betörenden Duft verströmen, um böse Geister zu besänftigen. Den Brautjungfern kam eine ähnliche Aufgabe zu: Gekleidet wie die Braut täuschten sie die bösen Geister, die dann im Volksglauben von dannen zogen und das Eheglück auch in Zukunft nicht beeinträchtigten.
Historische Filme königlicher Hochzeiten und ein Film über die Brautmode vergangener Jahrzehnte stimmen den Besucher auf die Sonderausstellung ein. Unter anderen werden die Hochzeit von Fürst Rainier III. von Monaco mit Grace Patricia Kelly, die Hochzeitszeremonie des Schahs von Persien mit Farah Diba sowie die Vermählung von Prinz Charles von England mit Lady Diana gezeigt. Als besonderes Objekt wird ein Streifen vom Stoffballen gezeigt, aus dem der Brautschleier Lady Dianas hergestellt wurde.





