Den obersten Militärs waren besonders die „Jammerbriefe“ ein Dorn im Auge. Am 2. März 1917 erschien daher in der deutschen Presse der Aufruf „Schreibt keine Jammerbriefe“. Der Appell richtete sich vor allem an die Frauen in der Heimat; sie sollten die Moral der Männer an der Front nicht durch schlechte Nachrichten von zu Hause beeinträchtigen. Sich darauf verlassen, dass die Frauen sich daran hielten, wollte die Oberste Heeresleitung allerdings nicht. Mit dem Zeitungsaufruf wurde fast zeitgleich veranlasst, die Stimmung in der Truppe durch neueingerich‧tete Überwachungsstellen systematisch zu observieren.





