Von etwa 1200 bis 1450 lebten auch jüdische Familien am Bodensee, in Kontakt zu den christlichen Bewohnern, aber auch überregional vernetzt. Das Zusammenleben wurde durch brutale Verfolgungswellen und schließlich die Vertreibung der Juden im 15. Jahrhundert beendet, das jüdische Erbe weitgehend zerstört. Für die Ausstellung wurden die Spuren jüdischen Lebens aus der Bodensee-Region gesichert und erforscht. Ergänzt werden die Exponate durch Leihgaben aus Oxford, Budapest, Darmstadt, München oder Zürich. Der Besucher kann etwa die Bilderwelt mittelalterlichen jüdischen Daseins in Medienstationen erleben und hebräische Prachthandschriften bewundern. Doch auch manch unscheinbares Exponat offenbart bei näherem Hinsehen einen Bezug zum jüdischen Leben der Zeit, seien es Gebrauchshandschriften oder Alltagsobjekte.





