Im Jahr 111 v. Chr. marschierte ein römisches Heer in Numidien ein. Der Feldherr Lucius Calpurnius Bestia bemühte sich um einen schnellen Frieden, dessen Konditionen auffällig stark zu Jugurthas Gunsten ausfielen. Von Bestechung war die Rede, so dass der Nutznießer zu einer Untersuchung nach Rom zitiert wurde. Doch auch dort gelang es Jugur-tha, einen Volkstribunen zu kaufen, der das Verfahren verhinderte. Erneut kam es zum Krieg, in dessen Verlauf junge Aristokraten wie Marius, ein homo novus, ein sozialer Aufsteiger, den mächtigen alten Familien vorwarfen, Konflikte wie den vorliegenden nicht mehr bewältigen zu können. Die Selbstgefälligkeit der alten Aristokratie gehe mit einem Sitten‧verfall einher; nur deswegen sei es Jugurtha gelungen, Rom so lange hinzuhalten. Der römische Historiker Sallust legte dem aus Rom abreisenden Numiderkönig letzte Worte in den Mund, die für Jahrzehnte das Zeitgefühl vieler ausdrückten: „Diese käufliche Stadt ist reif für ihren Untergang, sobald sie nur einen Käufer findet!“





