Dann wandte sich Otto nach Rom. War die Kaiserwürde ein länger verfolgtes Ziel, oder reagierte Otto auf die Gunst der Stunde? Er und seine Gemahlin Adelheid empfingen jedenfalls die Huldigungen der Römer und wurden am 2. Februar 962 in der Peterskirche von Papst Johannes XII. zu Kaiser und Kaiserin der Römer gekrönt. Kaiser und Papst wollten künftig eng zusammenarbeiten. Otto I. stellte am 13. Februar das „Ottonianum“ aus, ein Privileg, das, ganz in der Tradition seiner karolingischen Vorgänger, die Besitzungen und Hoheitsrechte des Apostolischen Stuhls bestätigte. Neu war der Treueid, den der Papst dem Kaiser zu leisten hatte. Ottos Kaisertum begründete eine neue Tradition: Bis 1806 waren nur die ostfränkischen bzw. deutschen Könige Inhaber der Kaiserwürde.





