Das Bild, aufgenommen 1870 in Detroit (USA), hat etwas Abscheuliches und würde – geschähe heute, was es zeigt – wohl eine gewaltige Protestwelle auslösen. Massenhaft Bisonschädel wurden vielerorts zu Pyramiden aufgeschichtet. Auf deren Spitzen warfen sich Wilderer in Heldenpose – dabei hatten sie die Tiere aus sicherer Distanz einfach abgeknallt. Die Knochenpyramiden waren eine Art Rohstofflager zur Erzeugung von Düngemittel.
Bevor der „weiße Mann“ Ende des 18. Jahrhunderts die nordamerikanische Prärie betrat, gab es nach Expertenschätzungen rund 30 Millionen Bisons. Rund 100 Jahre später war die Population mit 456 Exemplaren nahezu ausgerottet.





