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RezensionRezensionen

Kampf um Worte

Autor: DAMALS-Redaktion

Der in Princeton lehrende Historiker Harold James ist bisher vor allem mit wirtschaftsgeschichtlichen Studien hervorgetreten. Diesen wissenschaftlichen Fokus merkt man auch seinem neuesten Buch an, das zum Teil auf bereits anderweitig publizierten Essays basiert. James beklagt, dass alle möglichen politischen Gruppieru…

Kampf um Worte
Der in Princeton lehrende Historiker Harold James ist bisher vor allem mit wirtschaftsgeschichtlichen Studien hervorgetreten. Diesen wissenschaftlichen Fokus merkt man auch seinem neuesten Buch an, das zum Teil auf bereits anderweitig publizierten Essays basiert. James beklagt, dass alle möglichen politischen Gruppierungen bestimmte Ausdrücke interessengebunden verwenden, dadurch sei eine allgemeine Sprachverwirrung eingetreten.
Autor
DAMALS-Redaktion
13. Oktober 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Rezensionen

Ausgehend von dieser Diagnose widmet er sich in 15 Kapiteln zentralen Ausdrücken, wie etwa Kapitalismus, Sozialismus, Technokratie, Populismus oder Neoliberalismus. In den eher essayistischen Kapiteln erfährt man viel über deren Geschichte, allerdings schreibt James weder eine systematische Begriffsgeschichte, noch bietet er eigene Definitionen der behandelten Ausdrücke an. Es bleibt daher bei impressionistischen Exkursionen durch die Geschichte der politischen Sprache. Die einschlägige Forschung zur Analyse politischer Sprachen oder der historischen Semantik ist in den Band nicht erkennbar eingegangen, was man auch daran merkt, dass die Kategorien, die James im ersten Kapitel einführt, um über politische Sprache zu sprechen, selbst so unklar sind, dass eine gewisse Verwirrung nicht ausbleibt.

Rezension: Dr. Sebastian Rojek

Harold James
Der Krieg der Worte
16 Schlüsselbegriffe im Kampf um die Weltordnung
Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2024, 480 Seiten, € 35,–

HaroldJamesRezensionSprache

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