Ausgehend von dieser Diagnose widmet er sich in 15 Kapiteln zentralen Ausdrücken, wie etwa Kapitalismus, Sozialismus, Technokratie, Populismus oder Neoliberalismus. In den eher essayistischen Kapiteln erfährt man viel über deren Geschichte, allerdings schreibt James weder eine systematische Begriffsgeschichte, noch bietet er eigene Definitionen der behandelten Ausdrücke an. Es bleibt daher bei impressionistischen Exkursionen durch die Geschichte der politischen Sprache. Die einschlägige Forschung zur Analyse politischer Sprachen oder der historischen Semantik ist in den Band nicht erkennbar eingegangen, was man auch daran merkt, dass die Kategorien, die James im ersten Kapitel einführt, um über politische Sprache zu sprechen, selbst so unklar sind, dass eine gewisse Verwirrung nicht ausbleibt.
Rezension: Dr. Sebastian Rojek
Harold James
Der Krieg der Worte
16 Schlüsselbegriffe im Kampf um die Weltordnung
Verlag Herder, Freiburg im Breisgau 2024, 480 Seiten, € 35,–





