Bei den geborgenen Kanonen handelt es sich um zwei rund 3,7 Meter lange und 640 Kilogramm schwere Geschütze aus konföderierter Produktion und eine von der Nordstaatenarmee erbeutete Kanone von etwa 2,7 Meter Länge. Die Forscher der University of South Carolina hatten sie im Rahmen ihrer erfolgreichen Suche nach dem Wrack der CSS Pee Dee gefunden. Die Kanonen lagen deutlich weiter stromaufwärts als die Überreste des Schiffs, dessen Bewaffnung sie einst bildeten. Der Grund für diese Entfernung wird aus der Geschichte klar, die das Kriegsschiff CSS Pee Dee umgibt.
Kanonen, die eine Geschichte erzählen
Das rund 52 Meter lange Kanonenboot war war noch im Januar 1865 – ein paar Monate vor Kriegsende – vom Stapel gelassen worden. Es verfügte über Segel sowie Dampfmaschinen-Antrieb und hatte eine Besatzung von 91 Personen. Die drei Kanonen waren auf drehbaren Untersätzen montiert, um schwenkbare Feuerkraft zu gewährleisten. Das Kriegsschiff stammte aus einer Werft am Pee Dee River, die den Konföderierten Staaten im Schutz des Inlandes Schiffe lieferte. Die CSS Pee Dee sollte sich bei ihrer Jungfernfahrt eigentlich auf die Reise zur Küste machen, um dort gegen die Blockade durch die Nordstaaten zu kämpfen. Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.
Die Niederlage des Südens zeichnete sich Anfang 1865 bereits deutlich ab: Die Truppen der Nordstaaten blockierten den Weg des Schiffs in Richtung Atlantik und es bestand die Gefahr, dass die CSS Pee Dee in die Hände der „Yankees” fallen würde. So erfolgte der Befehl zur vorsorglichen Zerstörung, dem die Besatzung am 15 März 1865 folgte. Sie warfen die Kanonen über Bord und steckten das Schiff in Brand. Die Strömung trug es noch eine Zeitlang fort, bis es schließlich sank. Aus diesem Grund fanden die Archäologen die Kanonen vom Wrack entfernt.
Das geschichtsträchtige Geschütz-Trio wurde nun zur Restaurierung ins Warren Lasch Conservation Center in North Charleston transportiert. Später sollen die drei Kanonen auf dem Gelände des U.S. Department of Veterans Affairs building in Florence der Öffentlichkeit präsentiert werden.





