Da liegt es nahe, dass Historiker mit den ihnen eigenen Möglichkeiten reagieren: Sie forschen und schreiben zum Thema. Und in diesen Kontext ist auch die Publikation des Kieler Wirtschafts- und Sozialhistorikers Gerhard Fouquet und des Historikers Gabriel Zeilinger eingebettet. Anhand ausgewählter Quellenbeispiele aus unterschiedlichen Jahrhunderten und europäischen Regionen werden Katastrophen des Spätmittelalters vorgestellt: Flutkatastrophen, Schiffsuntergänge, Erdbeben, Hunger- und Brandkatastrophen, Epidemien, kriegerische Handlungen und (warum eigentlich in diesem Zusammenhang?) „Katastrophen des Geldes“. Die Darstellung wird unterstützt durch Bildmaterial und Tabellen, die jeweils kurz erläutert werden. Eine Auswahlbibliographie ergänzt den Text.
Die Autoren schreiben: „Katastrophen haben ihre Geschichten. Einige von ihnen wurden in diesem Buch erzählt.“ Sie bezwecken also keine Vollständigkeit und legen auch kein „Standardwerk“ vor, wie der Werbetext des Verlags suggerieren möchte, wohl aber eine gut lesbare, unterhaltende und für interessierte Laien auch gewinnbringende Bestandsaufnahme zum Thema. Darüber hinaus regen immer wieder gut gewählte Zeit‧bezüge zum Nachdenken an.
Rezension: Prof. Dr. Johannes Grabmayer





