Einen Fürsprecher erhielten die Verfolgten in Papst Clemens VI., der sie vom Vorwurf der Brunnenvergiftung freisprach. In seiner Bulle „Quamvis perfidiam“ vom 26. September 1348 rief er zum Schutz der jüdischen Bevölkerung auf. Seine Argumente, der Seuche würden auch Juden in großer Zahl zum Opfer fallen und sie wüte darüber hinaus auch in Gebieten, in denen gar keine Juden lebten, verhallten ungehört. Habgier und die Möglichkeit, sich ihrer jüdischen Gläubiger zu entledigen, wogen für viele Christen stärker als die päpstlichen Worte.





