Am 6. Januar 1907 gründete Montessori das erste Kinderhaus, die „Casa dei Bambini“ im römischen Armenviertel San Lorenzo. Die schnellen Lernerfolge ihrer besonderen Pädagogik an Kindern, die aus ärmsten Verhältnissen stammten, machten Montessori zu einer gefragten Persönlichkeit. Als zudem erste promovierte Ärztin Italiens führten sie weltweite Vortragsreisen bis nach Südamerika und Indien. Ihren eigenen unehelichen Sohn jedoch verbarg die Kinderfreundin vor der Öffentlichkeit.
Schon bald entstand eine Vielzahl von Einrichtungen, die sich der Montessori-Pädagogik verschrieben. Doch nur derjenige, der die von ihr angeleiteten Lehrerausbildungskurse bestand, durfte in den Montessori-Häusern arbeiten. Unter der Nazi-Diktatur verboten und in der DDR als elitäre Er‧ziehung verrufen, gibt es heute über 1000 Einrichtungen in Deutschland, die nach Maria Montessoris Methoden Kinder unterrichten und fördern.





