Die Ägyptologin Sabine Kubisch und der Althistoriker Hilmar Klinkott haben einen Bildband über die berühmte Pharaonin herausgebracht, der die Lektüre lohnt. Ganz bewusst stellen die Autoren Kleopatra in den Kontext ihrer eigenen, der ägyptischen Kultur und zeigen sie als erfolgreiche Herrscherin in einer Zeit der Umbrüche.
Der Band ist reich bebildert. Es ist jedoch irritierend, dass Passagen, die das historische Geschehen in Ägypten schildern, zum Teil mit Bildern aus dem 18. oder 19. Jahrhundert illustriert wurden. Gerade aber diese Bilder sind oft ein Ausweis der klischeehaften Kleopatra-Rezeption und müssten zumindest in der Bildunterschrift als solche interpretiert werden. Der Intention der Autoren, Kleopatra vom „Ballast wertender Anekdoten und Bilder zu befreien“, wird bildlich zuweilen entgegengearbeitet.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





