Die Lebensgeschichte eines Menschen endet mit dessen Tod. Verwandte, Freunde und Bekannte wissen, wer er gewesen ist und wie er gelebt hat. Doch Erinnerungsstücke verschwinden und Dokumente verblassen. Die unterschiedlichen Quellen, die es für die Rekonstruktion einer Lebensgeschichte braucht, sind oft lückenhaft. Menschliche Skelette sind als Quellen vergangener Vorkommnisse und Lebenswelten äusserst wertvoll. Sie verraten viel über eine Person, ihren Alltag und ihre Lebensweise. Die Sonderausstellung “Knochenarbeit” im Naturhistorischen Museum Basel bringt diese vielsagenden Quellen zum Sprechen.
Die Sonderausstellung zeigt, dass Forschung selbst an Knochen nicht knochentrocken sein muss. An menschlichen Originalskeletten werden Forschungsmethoden demonstriert, die in der modernen Naturwissenschaft angewendet werden. Ausgehend von menschlichen Skeletten lässt sich die Geschichte eines Menschen und diejenige der Gesellschaft, in der er gelebt hat, Schritt für Schritt rekonstruieren. Die Besucher können in die Rolle eines Forschers schlüpfen und lernen dessen Arbeitsweise kennen. In detektivischer Feinarbeit werden dabei erstaunliche Einsichten und Fakten über frühere Lebenswelten freilegt.





