Es war nun beileibe kein Zufall, dass der Domschatz just zu diesem Zeitpunkt wiederauftauchte, als die englischen Soldaten die Stadt verließen. So fürchteten die Kölner lange, dass die Kostbarkeiten als Reparationsleistung von den Alliierten requiriert werden könnten, was angesichts etlicher Geld- und Sachforderungen wohl keine unberechtigte Sorge war. Dass der Domschatz ausgelagert wurde, war in seiner Geschichte keine ungewöhnliche Maßnahme: Dreimal zuvor war er schon zur „Franzosenzeit“ (1806 –1813) in Sicherheit gebracht worden. Nun eröffnete Dompropst Arnold Middendorf am 28. April 1926 erneut die Ausstellung in der alten Schatzkammer. In strahlend beleuchteten Wandschränken waren die mit Edelsteinen besetzten „Kirchengeräte“ und Reliquien zu bewundern. In der Mitte des Raumes war es vor allem der berühmte Dreikönigsschrein, der die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich zog.





