Doch eine Gruppe engagierter Karnevalisten aus dem wohlhabenden Kölner Bürgertum trat an, den Brauch zu retten. Sie gründeten 1822 das „Festordnende Comitee“, das für den 10. Februar 1823, den Fastnachtsmontag – später auch Rosenmontag genannt –, die Erneuerung plante. Und in der Tat, trotz schlechten Wetters und knapper Vorbereitungszeit klappte das Vorhaben. Begeistert applaudierten die Kölner der „Thronbesteigung des Helden Carneval“ auf dem Neumarkt. Die Prozession aus 15 Gruppen zog anschließend feierlich durch die Stadt. Der eher künstlerische Umzug, der den „Adventus“, den feierlichen Herrscherempfang, persiflierte, setzte Maßstäbe. Vieles davon ist noch heute bei den Rosenmontagsumzügen zu sehen. In den folgenden Jahren bildeten sich auch in Düsseldorf, Aachen und Bonn neue Karnevalsgesellschaften. Doch der Kölner Straßenkarneval behielt seine Vorreiterrolle.





