Jakob I. herrschte über die Königreiche Schottland, England/Wales und Irland, eine fragile Personalunion dreier Länder voller Gegensätze und notdürftig überdeckter Konflikte. Für die Britischen Inseln sollte es ein Jahrhundert dramatischer Ereignisse werden: Verfassungskonflikte, Bürgerkrieg, Revolution, Diktatur, politische und soziale Krisen. Der Bevölkerung bescherte es Not und Schrecken ohne Ende. Dabei leitete der Dynastiewechsel von 1603 zunächst wider Erwarten eine ruhige Zeit ein. Die landfremde Stuart-Dynastie konnte sich im Gesamtstaat durchsetzen. Die Persönlichkeit des neuen Herrschers spielte dabei eine wichtige Rolle. Der lebensfrohe, den Wissenschaften und den Künsten zugewandte Monarch bewährte sich als geschickter Politiker, der bei seinem Tod 1625 seinem Nachfolger einen nach innen und außen gefestigten Staat übergeben konnte. So schien es jedenfalls. …
Prof. Dr. Peter Alter





