In Berichten heißt es, die als „Österreicherin“ Geschmähte habe „fast durchgängig eine ruhige und sichere Haltung bewahrt“. Aufgebracht reagierte sie während der stundenlangen Verhöre nur, als sie des Inzests mit ihrem Sohn beschuldigt wurde. Einstimmig wurde sie am Morgen des 16. Oktober schuldig gesprochen und zum Tod verurteilt. Noch am selben Tag wurde das Urteil vollstreckt. Gegen zwölf Uhr mittags wurde sie – mit kurzgeschorenen Haaren und in einem weißen Kleid – auf einem Karren auf den Revolutionsplatz gefahren. In ihrer Zelle hatte sie zuvor noch einen Abschiedsbrief an ihre Schwägerin und ihre Kinder verfasst. Marie Antoinettes letzte Worte waren jene der Entschuldigung an den Henker. Sie wurde enthauptet und in einem Massengrab beigesetzt.





