Von ihrem Mann aus den Regierungsgeschäften weitgehend ausge?schlossen, betätigte sie sich zunächst als Kunstmäzenin und fromme Stifterin. Sie gründete die Abtei Bethanien. Erst als ihr Gatte Fulko 1143 starb und Melisende als Regentin für den minderjährigen Sohn Balduin III. zurückblieb, betrieb sie eine aktive Politik im Kreuzfahrerstaat. Sie ging so in ihrer Herrscherrolle auf, daß sie sich lange Zeit sogar weigerte, sich zugunsten ihres Sohnes politisch zurückzuziehen. Melisende stand bei den geistigen Größen ihrer Zeit in hohem Ansehen. Um 1160 starb sie im Konvent von St. Maria in Josaphat, wo sie auch begraben liegt.





