Childerich war nicht nur König der Salfranken, sondern auch Administrator der römischen Provinz Belgica Secunda. Seine engen Beziehungen zum Römischen Reich und seinen militärischen Rang belegen zahlreiche Grabbeigaben: Neben römischen Münzen fand sich auch eine goldene Zwiebelknopffibel. Auf fränkische Traditionen verweisen hingegen die Art der Bestattung sowie die beigelegten Waffen: Spatha (zweischneidiges Schwert), Franziska (Wurfaxt) und Sax (einschneidiges Hiebschwert). Bereits zwei Jahre nach dem Fund publizierte der Arzt Jean-Jacques Chiflet den Grabschatz. Seine detaillierten Kupferstiche der einzelnen Gegenstände sind ein großer Glücksfall. Seitdem nämlich 1831 der größte Teil des Schatzes aus der Pariser National‧bibliothek gestohlen und zerstört worden war, bieten nur sie noch eine Ansicht der einzigartigen Funde.





