Am 8. Januar 1455 pries Papst Nikolaus V. in der Bulle „Romanus Pontifex“ die Verdienste Heinrichs bei der Verbreitung des Christentums. Er bekräftigte das Recht Portugals, Muslime, Sarazenen und weitere Feinde des christlichen Glaubens „auf ewig zu Sklaven zu machen“. Alle bisher und künftig gewonnenen Gebiete sollten den Eroberern gehören. Bereits 1452 hatte König Alfons V. von Portugal in der Bulle „Dum diversas“ vom Papst diese Rechte erhalten. Für die Entwicklung Portugals als Kolonial- und Seemacht waren diese beiden päpstlichen Bullen wegweisend. Weitgehend konkurrenzlos konnten sich die Portugiesen im Seehandel in Afrika und Asien eine Monopolstellung verschaffen. Vor allem dem organisierten Sklavenhandel wurde durch die päpstlichen Bullen Vorschub geleistet. Die Missionierung setzten die Portugiesen erst 100 Jahre später, dann mit Hilfe der Jesuiten, um.





