Nach antikem Vorbild empfahl der Autor die Verwendung von Gedächtnisorten, an denen man das Wissen in Form von Bildern ablegen sollte. Geeignet sei ein Ort mit möglichst vielen Säulen und Nischen sowie vielen Fenstern, wie zum Beispiel eine wenig besuchte Kirche, empfahl Petrus. Die dort abgelegten Bilder sollten am besten Personen ähneln. Jeder Buchstabe des Alphabets solle durch Personennamen kodiert werden. So steht etwa A für Antonius und B für Benedictus. Zahlen und Silben merkte sich Petrus auf ähnliche Weise durch Bildung von Gruppen und Unterteilungen, während er für das kanonische Recht ein eigenes Farbschema ersann. Jedermann, so der Tenor des Werkes, sei mit solchen Techniken in der Lage, sein Gedächtnis zu Höchstleistungen zu bringen. So gilt Petrus von Ravenna als derjenige, der einem breiten Publikum die Welt der Mnemotechnik eröffnet hat.





