Über die Turbulenzen der Weltwirtschaftskrise hinweg baute Schickedanz eine beachtliche Adressenkartei von potentiellen Kunden auf, denen er regelmäßig die illustrierten Preislisten – die Vorläufer des voluminösen Quelle-Katalogs – schickte. In den 30er Jahren empfahl sich „Quelle“ den Kunden als ein „rein christliches Versandhaus“ mit „ausnahmslos deutschen Waren“. Es lag nicht nur an dieser Werbestrategie, sondern vor allem an der skrupellosen Arisierungspolitik, dass Schickedanz sein Unternehmen in dieser Zeit erheblich erweitern konnte. Zu Spottpreisen kaufte das NSDAP-Mitglied jüdische Betriebe auf. Nach dem Krieg war der Unternehmer zunächst wegen seiner Aktivitäten während der NS-Zeit inhaftiert, wurde 1949 aber freigesprochen. 1959 wurde Schickedanz Fürther Ehrenbürger.





