Der Schwerpunkt liegt im Grassi Museum auf der Vermittlung zentraler geistiger, sozialer und ästhetischer Aspekte der traditionellen koreanischen Kultur. Außerdem wird die Verbindung zwischen Deutschland und Korea seit der Öffnung koreanischer Häfen für westliche Schiffe am Ende des 19. Jahrhunderts beleuchtet. Viele Deutsche arbeiteten damals in Korea, etwa als Händler oder Diplomaten. Vor allem sie waren es, die koreanische Gegenstände nach Deutschland brachten. Ein wichtiges Beispiel der frühen Beziehungen ist der Diplomat und Sammler Paul Georg von Möllendorff, der bis heute in Korea geachtet wird, da er sich in den 1880er Jahren im Dienste des koreanischen Königs für die Unabhängigkeit Koreas und gegen die japanischen Hegemonie-Bestrebungen einsetzte.
Zu sehen sind in der Ausstellung herausragende koreanische Objekte, die auch in den Museen, aus denen sie stammen, nur sehr selten der Öffentlichkeit gezeigt werden. Ein halbedelsteinbesetzter, perlmuttverzierter Pinselbecher mit plastischem Pflanzendekor aus dem 19. Jahrhundert ist neben Bernsteinanhängern und anderen Schmuckstücken, Rangabzeichen und Gebrauchsgegenständen des einstigen Königshofes und der hohen Aristokratie eine der besonderen Sehenswürdigkeiten.
Außerdem werden in Leipzig in der Reihe „Korea im Fokus“ zusätzliche Führungen, Vorträge, Filmvorführungen, Konzerte und Workshops für Erwachsene und Kinder begleitend zur Ausstellung angeboten. Es ist ein 400-seitiges, zweisprachiges Begleitbuch zur Ausstellung erhältlich.





