Bis ins hohe Mittelalter war Portugal eine unbedeutende Grafschaft im Westen der Iberischen Halbinsel gewesen. Dann vergab König Alfons VI. von León und Kastilien (1065/1072 –1109) im Jahr 1095 die Grafschaft als Lehen an Heinrich von Burgund, den Bruder des amtierenden Burgunderherzogs und frischgebackenen Ehemann seiner unehelichen Lieblingstochter Theresa.
Als das Reich León und Kastilien nach dem Tod des Königs in einem Machtkampf versank, nutzte Heinrich die Lage aus, um sich seiner Pflichten als Vasall zu entziehen. Nach seinem eigenen Tod 1112 übernahm in Portugal dann zunächst Theresa die Regierung für den dreijährigen Sohn (ebenfalls Alfons genannt) – und fand Gefallen an der Macht: Ihr Sohn konnte die Nachfolge Heinrichs erst antreten, nachdem er die Truppen seiner Mutter 1128 in der Schlacht von São Mamede besiegt hatte.





