Zweiter Kreuzzug 1147–1149 Dezember 1144 Nach der Eroberung Edessas durch den Emir Zengi von Mossul ruft Papst Eugen III. zum Kreuzzug auf, der von Bernhard von Clairvaux gepredigt wird. Mai 1147 Die ersten Kreuzfahrerkontingente brechen auf. Geführt wird der Kreuzzug von dem römisch-deutschen König Konrad III. und dem französischen König Ludwig VII. Juni 1148 Konrad III. und Ludwig VII. treffen sich in Akkon, wo sie die Eroberung von Damaskus beschließen. Die im Juli begonnene Belagerung muß aber schon nach wenigen Tagen aufgrund völlig unzureichender Logistik abgebrochen werden. Dritter Kreuzzug 1189–1192 Juli – Oktober 1187 In der Schlacht von Hattin wird ein christliches Heer von Sultan Saladin vernichtend geschlagen. Akkon geht verloren; am 2. Oktober zieht Saladin in Jerusalem ein. Mai – Juni 1189 Einem Aufruf Papst Gregors VIII. folgend, nimmt Kaiser Friedrich I. Barbarossa das Kreuz und bricht im Mai 1189 in den Nahen Osten auf. Bei Ikonion bezwingen die Kreuzfahrer im Mai ein seldschukisches Heer, doch der Tod Barbarossas bei einem Bad im Fluß Saleph demoralisiert die Kreuzfahrer, ein großer Teil kehrt zurück. Mai – Juli 1191 Der französische König Philipp II. Augustus und der englische König Richard Löwenherz treffen vor Akkon ein und belagern die Stadt, deren Wiedereroberung am 12. Juli gelingt. Der von Richard Löwenherz unternommene Angriff auf Jerusalem scheitert.
Vierter Kreuzzug 1202–1204 Oktober 1202 Nach mühevoller und langwieriger Vorbereitung treffen rund 11000 Kreuzfahrer in Venedig ein. Um die Überfahrtkosten bezahlen zu können, greifen die Kreuzfahrer im November die von Venedig abgefallene Stadt Zara an. Juli 1203 Einer Bitte des exilierten Prinzen Alexios folgend, belagern die Kreuzfahrer Konstantinopel und verhelfen nach der Eroberung der Stadt am 17. Juli dessen Vater Isaak II. wieder auf den Thron. Isaak bleibt jedoch eine Marionette der Kreuzfahrer. April/ Mai 1204 Nach dem Tod der byzantinischen Thronprätendenten errichten die Kreuzfahrer ein lateinisches Kaiserreich.
Fünfter Kreuzzug 1217–1221 1212 Junge Männer und Angehörige gesellschaftlicher Randgruppen brechen – ähnlich dem Volkskreuzzug von 1096 – auf, um das Heilige Land zu erobern. Das als „Kinderkreuzzug“ in die Geschichte eingegangene Unternehmen scheitert bereits in den Anfängen. 1217/18 Unter der Führung König Andreas’ II. von Ungarn und Herzog Leopolds VI. von Österreich bricht ein Kreuzzugsheer ins Heilige Land auf. Von Akkon aus starten sie erfolglose Expeditionen gegen die Sarazenen. 1219 Die nach dem Abzug des ungarischen Königs verbliebenen Kreuzfahrer unternehmen einen Angriff auf Ägypten. Am 5. November gelingt ihnen die Eroberung der Stadt Damiette im Nildelta, die aber bereits im August 1221 wieder verlorengeht.
Kreuzzug Kaiser Friedrichs II. 1228/29 November 1225 Friedrich II. heiratet Isabella von Brienne, die Erbin des Königreichs Jerusalem, und verpflichtet sich (zum wiederholten Mal), einen Kreuzzug zu unternehmen. Da er alle gesetzten Termine verstreichen läßt und der für 1227 geplante Kreuzzug aufgrund einer Epidemie nicht umgesetzt werden kann, wird Friedrich vom Papst exkommuniziert. Juni 1228 – Mai 1229 Der gebannte Kaiser schifft sich am 28. Juni 1228 in Brindisi zum Kreuzzug ein. In Verhandlungen mit Sultan al-Kamil erreicht er im Februar 1229 die Rückgabe Jerusalems, Betlehems und Nazareths und krönt sich am 18. März 1229 zum König von Jerusalem.





