Erster Kreuzzug 1096–1099 636 – 638 Kalif Omar I. erobert Jerusalem. Ende der byzantinisch-christlichen Herrschaft über die Stadt. 27. November 1095 Papst Urban II. ruft auf einem Konzil in Clermont dazu auf, „unseren Brüdern im Orient … die so oft versprochene und so dringend notwendige Hilfe zu bringen“. Frühjahr 1096 Angeführt von Peter dem Einsiedler, sammelt sich der „Volkskreuzzug“. Die undisziplinierten Massen begehen in Ostfrankreich und den Bischofsstädten am Rhein Judenpogrome. Über Ungarn stößt das Aufgebot plündernd auf byzantinisches Gebiet vor. Bereits in der ersten großen Schlacht gegen die Seldschuken bei Nikaia wird der Volkskreuzzug im Oktober 1096 aufgerieben. August 1096 Aufbruch der ersten Kontingente des eigentlichen Kreuzfahrerheeres. Oktober 1097 – Juni 1098 Die Kreuzfahrer belagern Antiochia, das am 3. Juni fällt. Zwar werden die Kreuzfahrer daraufhin selbst von einem seldschukischen Entsatzheer belagert, doch gelingt ihnen am 28. Juni ein entscheidender Ausfall. Sommer 1099 In der Nacht vom 13. auf den 14. Juli beginnt der Angriff der Kreuzfahrer auf Jerusalem. Der Eroberung folgt ein Blutbad unter der muslimischen und jüdischen Bevölkerung. Die Herrschaft über Jerusalem übernimmt Gottfried von Bouillon als „Verteidiger des Heiligen Grabes“. Nach seinem Tod wird Balduin von Boulogne zum König von Jerusalem gewählt (1100–1118).
Zweiter Kreuzzug 1147–1149 Dezember 1144 Nach der Eroberung Edessas durch den Emir Zengi von Mossul ruft Papst Eugen III. zum Kreuzzug auf, der von Bernhard von Clairvaux gepredigt wird. Mai 1147 Die ersten Kreuzfahrerkontingente brechen auf. Geführt wird der Kreuzzug von dem römisch-deutschen König Konrad III. und dem französischen König Ludwig VII. Juni 1148 Konrad III. und Ludwig VII. treffen sich in Akkon, wo sie die Eroberung von Damaskus beschließen. Die im Juli begonnene Belagerung muß aber schon nach wenigen Tagen aufgrund völlig unzureichender Logistik abgebrochen werden. Dritter Kreuzzug 1189–1192 Juli – Oktober 1187 In der Schlacht von Hattin wird ein christliches Heer von Sultan Saladin vernichtend geschlagen. Akkon geht verloren; am 2. Oktober zieht Saladin in Jerusalem ein. Mai – Juni 1189 Einem Aufruf Papst Gregors VIII. folgend, nimmt Kaiser Friedrich I. Barbarossa das Kreuz und bricht im Mai 1189 in den Nahen Osten auf. Bei Ikonion bezwingen die Kreuzfahrer im Mai ein seldschukisches Heer, doch der Tod Barbarossas bei einem Bad im Fluß Saleph demoralisiert die Kreuzfahrer, ein großer Teil kehrt zurück. Mai – Juli 1191 Der französische König Philipp II. Augustus und der englische König Richard Löwenherz treffen vor Akkon ein und belagern die Stadt, deren Wiedereroberung am 12. Juli gelingt. Der von Richard Löwenherz unternommene Angriff auf Jerusalem scheitert.
Vierter Kreuzzug 1202–1204 Oktober 1202 Nach mühevoller und langwieriger Vorbereitung treffen rund 11000 Kreuzfahrer in Venedig ein. Um die Überfahrtkosten bezahlen zu können, greifen die Kreuzfahrer im November die von Venedig abgefallene Stadt Zara an. Juli 1203 Einer Bitte des exilierten Prinzen Alexios folgend, belagern die Kreuzfahrer Konstantinopel und verhelfen nach der Eroberung der Stadt am 17. Juli dessen Vater Isaak II. wieder auf den Thron. Isaak bleibt jedoch eine Marionette der Kreuzfahrer. April/ Mai 1204 Nach dem Tod der byzantinischen Thronprätendenten errichten die Kreuzfahrer ein lateinisches Kaiserreich.





