Gewiss wird man zuerst an Vergewaltigungen denken, dazu kamen Wehrmachtsbordelle, in denen Frauen in ihrer Not ihren Körper verkauften. Doch auch Liebesbeziehungen entwickelten sich, mussten verheimlicht werden und konnten keine Legalisierung erfahren. Die betroffenen Frauen gerieten, vor allem, wenn sie uneheliche Kinder bekamen, in der Kriegs- und Nachkriegszeit unter massiven Druck von Seiten ihrer nationalbewussten Landsleute. Scham und Angst verhinderten lange einen reflektierenden Rückblick. Maren Rögers Buch erweitert den Blick auf den nationalsozialistischen Besatzungsalltag um einen wichtigen Aspekt.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





