Kernfragen der Schau sind: Wie ließen NS-Regime, Besatzung und Kriegsgeschehen die Länder zurück? In welchem Zustand befanden sich Gesellschaft und politisches System am Ende des Krieges, welche Umwälzungen brachte die Nachkriegszeit? Wie bewältigten die Menschen diese Lebenssituation angesichts der erlittenen Traumata, der Verluste und Zerstörungen? Wie gingen sie mit den Verbrechen um? In der Ausstellung werden die Bemühungen gezeigt, den Weg vom Krieg in den Frieden zu finden. Doch auch die historischen, gesellschaftlichen und politischen Besonderheiten sowie außenpolitische Faktoren bestimmten die Nachkriegsjahre eines Landes.
Darüber hinaus gewährt die Präsentation Einblicke in das Alltagsleben der Menschen, die diese Umbruchszeit erlebten. Die Folgen von Krieg und Besatzungszeit für die Menschen in diesen Ländern werden nebeneinander dargestellt – ohne das Erlittene gegeneinander aufzuwiegen. Ausgehend von 36 ausgewählten Biographien, verdeutlicht die Ausstellung die Vielschichtigkeit individuellen Erlebens. Zur Internetseite des DHM geht es hier.
Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Begleitpublikation des DHM in Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, Darmstadt.
Bild auf der Startseite: Nürnberg, über Jahre Veranstaltungsort der „Reichsparteitage“ der NSDAP, wurde am 2. Januar 1945 durch britische Bombenangriffe schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die mittelalterlich geprägte Altstadt war fast vollständig zerstört. Ähnlich sah es in vielen anderen deutschen Städten aus. (AKG / Voller Ernst / Chaldej)





