Die chronologische und geographische Auswahl der Persönlichkeiten ist entsprechend dem weltgeschichtlichen Ansatz weit gefaßt. Während das 20. Jahrhundert mit sieben (Nixon, Mao Zedong, Hitler, Stalin, Churchill, Lettow-Vorbeck, Ludendorff) und das 19. Jahrhundert (Kaiserinwitwe Cixi, Abraham Lincoln, Wilhelm I., Tecumseh und Napoleon) sowie die Antike mit fünf Persönlichkeiten (Xerxes I., Alexander der Große, Hannibal, Caesar, Marcus Aurelius) gut vertreten sind, spielt die frühe Neuzeit mit drei Biographien (Maria Theresia, Friedrich II. und Karl XII. von Schweden) eine geringere Rolle; dem Mittelalter sind mit Attila und Tschingis Khan sogar nur zwei Persönlichkeiten gewidmet.
Der geographische Bezugspunkt liegt deutlich auf Europa (14 Biographien). Dem Fachhistoriker fehlt ein schlüssiges Konzept; die wenigen Bemerkungen der Herausgeber in der knappen Einleitung können über dieses Manko nicht hinweghelfen. Nur notdürftig wurde überdies das Grund-problem der Staatlichkeit als Leitmaxime für das Kriterium „Kriegsherr“ umrissen.
Beim breiteren Leserkreis allerdings dürfte der Band überzeugen. Die einzelnen, durchschnittlich etwa 15 Seiten umfassenden Beiträge sind flott und anschaulich geschrieben und verschaffen einen guten Überblick; schade nur, daß den Biographien keine Abbildungen der vorgestellten Persönlichkeiten beigegeben worden sind.
Rezension: Pröve, Ralf





