Die 180 Krippen der Sammlung, jede ein kleiner Kosmos für sich, erzählen nicht nur die Weihnachtsgeschichte, sondern stellen das gesamte Leben Jesu Christi von der Geburt bis zur Auferstehung dar. Krippen sind ein Spiegel ihrer Zeit und Kultur, in denen politische und theologische Strömungen Spuren hinterlassen. Sie zeigen das Selbstverständnis der Menschen verschiedener Kulturkreise und Epochen. Anrührende Jesuskinder und hoheitsvolle Madonnen vervollständigen das Thema. Der Höhepunkt der Krippenkunst war im Barock, im 18. Jahrhundert – aber auch heute noch entstehen außergewöhnliche Ensembles von starker Aussagekraft.
In der Ausstellung werden Führungen angeboten und Workshops, außerdem spezielle Führungen für Kindergärten, Schülerinnen und Schüler. „Die Kinder lernen in der Krippenausstellung etwas über Traditionen und über Mitmenschlichkeit.“ Das ist die Botschaft der Sammlerin Schmehle-Knöpfler. Dabei geht es in der Ausstellung kindgerecht zu. Basteln und Verkleiden gehören zum Programm, und zum Schluss ziehen die Kinder gemeinsam zur Heiligen Familie. „Vor der Krippe erlebt der Mensch, dass er etwas wert ist“ – so beschreibt Hansi Schmehle-Knöpfler ihr Erlebnis bei vielen Führungen in der Sammlung.
Seit etwa 50 Jahren sammeln die Schmehles Krippen: Beide haben schon als Kinder damit begonnen. Weitergetragen wird diese Leidenschaft von ihren Söhnen. Die 180 Krippenensembles und szenischen Darstellungen der Lebensgeschichte Jesu gehören in Schloss Bruchsal zum Winter- und Weihnachtsprogramm der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. Ebenfalls in diesem Jahr dabei: eine Eisbahn im Schlosshof!





