In der Ausstellung „Kroatien – Wiege europäischer Kultur“ präsentiert das Dommuseum in Wien vom 19. März bis zum 12. Juni 2010 rund 50 Kunstschätze aus der Frühzeit der kroatischen Kunst zwischen 800 und 1300. Zu sehen sind neben Ikonen und Handschriften, Goldschmiede- und Elfenbeinarbeiten auch Meisterwerke der Bildhauerei. Dabei stammen die Exponate sowohl aus dem profanen, als auch aus dem sakralen Bereich. Zusammen mit den Daten zu Künstlern, Werkstätten und Auftraggebern dokumentieren sie die Bedeutung, die Kroatien an der kulturellen und künstlerischen Entwicklung des europäischen Mittelalters hatte.
Durch Kroatiens geografische Lage am Schnittpunkt unterschiedlicher Einflüsse und politischer Interessen können in den ersten fünf Jahrhunderten der landeseigenen Kunstproduktion auch immer wieder internationale Einflüsse wahrgenommen werden. Die Ausstellung bezeugt die Ebenbürtigkeit der kroatischen Kunst und Kultur im europäischen Vergleich sowie ihre Zugehörigkeit zu Europa. Zeugnis dafür sind zum Beispiel das ausgestellte Reliquiar eines unbekannten Heiligen (8./9. Jahrhundert) aus der Schatzkammer der Pfarrkirche des Heiligen Anselm in Nin und das als Altargemälde dienende Tafelbild der Madonna vom Berge Karmel (um 1280).





