Der Bau von Wohnungen stand in der Fürsorge-Tradition der Industriellenfamilie. Für ihre „Kruppianer“, wie die Werksarbeiter genannt wurden, entstanden seit 1861 zahlreiche Arbeitersiedlungen und Schulen. Das war nicht uneigennützig: Die Arbeiter wurden so fester an das Unternehmen gebunden. Betätigten sie sich politisch, drohte ihnen der Verlust von Arbeit und Wohnung. Die Häuser der „Margarethenhöhe“ waren aber nicht nur Werkswohnungen. Sie standen den „minderbemittelten Klassen“ der Essener Bevölkerung offen.
Am 1. April 1911 bezogen die ersten 85 Arbeiterfamilien die neuen Häuser. Die Bauten wurden im Zweiten Weltkrieg erheblich beschädigt, doch später wiederaufgebaut und können heute besichtigt werden.





