Um diesen Wettbewerb für sich zu entscheiden, hatte die Direktion der Farbenfabrik Bayer 1906 gar einen Preis von 20000 Mark ausgeschrieben. Der Betriebschemiker Fritz Hofmann nahm diese Herausforderung an und hatte Erfolg: Am 12. September 1909 wurde das erste Patent zur Herstellung von künstlichem Kautschuk vergeben; 1910 begann die Produktion von ersten Autoreifen aus synthetischem Gummi. Der Firmenchef Carl Duisberg konnte 1912 stolz verkünden, dass selbst der Deutsche Kaiser zu seinen zufriedenen Kunden zählte. Der Erfolg währte jedoch nicht lange. In Qualität und Preis konnte der künstliche Kautschuk nicht mit dem Naturprodukt konkurrieren, so dass die Produktion der Reifen 1912 eingestellt werden musste. Erst in den 30er Jahren wurde die Entwicklung mit dem sogenannten Buna-Reifen erfolgreich fortgesetzt.





