Anknüpfungsmöglichkeiten zur Gegenwart sind etwa der Umgang mit fremden Kulturen oder die Notwendigkeit einer raschen Kommunikation, die sich aus der immensen Ausdehnung des griechisch-makedonischen Einflussbereiches ergaben. Namhafte Wissenschaftler gehen der Frage nach individuellen und kollektiven Mustern der Wahrnehmung, Handlungsbegründung und Denkweise nach und versuchen dabei, das spezifisch „Hellenistische“ der einzelnen Felder deutlich zu machen.
Das Themenspektrum ist weit: Strukturelle Aspekte wie die Entwicklung der Polis, die staatliche Ordnung oder die Schaffung neuer Zentren wie Alexandria bilden den Auftakt. Es folgen Beiträge zum Geschlechterverhältnis, zu Religion und Philosophie, der wirtschaftlichen Entwicklung und den schönen Künsten. So ist eine anspruchsvolle und differenzierte Darstellung auf wissenschaftlichem Niveau entstanden, die erfreulicherweise ein Anhang mit Karten, Zeittafel und Stammbäumen der Herrscherdynastien sowie eine Bibliographie beschließen.
Rezension: Enderle, Katharina





