Die heutige Neueröffnung des Gartenflügels mit der Präsentation „Kunst der Moderne (1800–1945)“ steht am Beginn von drei großen Sammlungseröffnungen des Städel Museums. Die Besucher erwartet bei der ersten Eröffnung neben den sanierten und neu gestalteten Museumsräumen des Gartenflügels sowie einem durch einen Museumsshop mit Buchhandlung und Café erweiterten Serviceangebot „eine völlig neu eingerichtete Sammlung der Moderne, die neben bekannten und beliebten Werken eine Reihe von wichtigen Neuzugängen und überraschenden Positionen zeigt“, so Max Hollein, Direktor des Städel Museums. Die Neupräsentation bietet einen konzentrierten Überblick über die Entwicklung der europäischen Malerei und Skulptur im 19. und 20. Jahrhundert. Schwerpunkt ist die deutsche und französische Malerei. Mit Gemälden wie Claude Monets „Das Mittagessen“ (1868), Pablo Picassos „Fernande Olivier“ (1909) oder Ernst Ludwig Kirchners „Stehendem Akt mit Hut“ (1910) verfügt das Museum über Schlüsselwerke der neueren Kunstgeschichte. Die Ausstellung wird die inhaltlichen Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den europäischen Kunstströmungen und den Künstlern verstärkt nachvollziehbar machen sowie erstmals Fotografien und in einem höheren Maß als bisher Werke von Künstlerinnen einbeziehen. Je ein Saal ist dem Werk von Max Beckmann und Ernst Ludwig Kirchner gewidmet.
Im Anschluss an die „Kunst der Moderne“ wird am 15. Dezember 2011 der Sammlungsbereich „Alte Meister (1300–1800)“ im Mainflügel des Altbaus seine Pforten öffnen. Den abschließenden Höhepunkt wird die Eröffnung des Erweiterungsbaus für die Präsentation der Gegenwartskunst am 25. Februar 2012 bilden.
Der Altbau des Städel Museums, bestehend aus Main- und Gartenflügel, wurde im Zuge des Erweiterungsbaus für die Präsentation der Gegenwartskunst einer Generalsanierung unterzogen. Die Kosten betragen rund 18 Millionen Euro. Davon wurden 11,4 Millionen von der Stadt Frankfurt aufgebracht. Die restliche Summe wird vom Städel Museum getragen. Die Gesamtkosten für die Erweiterung und die Sanierung des Altbaus werden sich auf 50 Millionen Euro belaufen. Dank der Unterstützung durch die öffentliche Hand, durch Unternehmen, Stiftungen und zahlreiche Privatpersonen, die sich mit Klein- und Großspenden beteiligt haben, konnten bereits über 90 Prozent der Gesamtfinanzierung gesichert werden.
„Die Stadt Frankfurt hat mit ihrer finanziellen Unterstützung ein deutliches Zeichen für das Städel gesetzt. Sie beweist damit einmal mehr, dass durch das Zusammenwirken von öffentlicher Hand und bürgerlichem Engagement Großes bewegt und ein Museum an einem neuralgischen Entwicklungspunkt maßgeblich in seinem Wirken gestärkt werden kann“, so Petra Roth, Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt. Mit den Werken der Städtischen Galerie beherbergt und betreut das Städel seit 1907 einen wichtigen Teil der Sammlungen der Stadt Frankfurt. „Das Städel ist sich seiner Doppelaufgabe als Stätte der Wissenschaft und publikumsorientierter Museumsbetrieb gleichermaßen stark bewusst“, sagt Prof. Dr. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt. „Mit der Neupräsentation der Moderne beweist das Städel, wie lohnend eine stetige Auseinandersetzung mit einer Sammlung sowohl für die Wissenschaft als auch für das Publikum sein kann. Das muss und will die Stadt Frankfurt unterstützen“, so Semmelroth.





