Frida Kahlo wurde 1907 in einer Vorstadt von Mexiko-Stadt geboren. Prägend für ihr gesamtes Leben und Werk war ein schlimmer Busunfall, bei dem die damals 18-Jährige schwerste Verletzungen erlitt. Bereits während ihrer Genesung brachte sie sich selbst das Malen bei. In den Bildern verarbeitete sie die schmerzhaften körperlichen Folgen des Unfalls. Ihre Selbstporträts zeichnet ein ganz eigener Stil aus, der Elemente klassischer wie auch moderner Strömungen aufnimmt. Weisen ihre Selbstdarstellungen aus den 1920er Jahren eine Anlehnung an das Figurenideal der Renaissancemalerei auf, entstanden schon bald erste surrealistische Bilder. Von 1940 an wandelte sich der Ausdruck der Selbstbildnisse, das Gesicht ist dem Betrachter beinahe auffordernd zugewandt. Seit dieser Zeit fanden die Werke Kahlos immer mehr Beachtung. Nicht nur im Ausland – 1938 wurden ihre Bilder bereits in New York ausgestellt –, sondern auch in ihrer Heimat Mexiko schenkte man der Künstlerin Aufmerksamkeit. 1946 wurde ihr der Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft verliehen. Die als Kommunistin auch politisch engagierte Frida Kahlo starb 1954 in der mexikanischen Hauptstadt. Heute ordnet man ihr Gesamtwerk der Neuen Sachlichkeit und dem Surrealismus zu.
Die Ausstellung in Wien zeigt rund 150 Werke Kahlos und zeichnet damit den künstlerischen Werdegang der Malerin fast vollständig nach. Neben etwa 60 meist bekannten Gemälden werden auch 80 Zeichnungen sowie zum Teil zerstört geglaubte Arbeiten ausgestellt. Einige Objekte sind durch die Ausstellung in Berlin und nun in Wien erstmalig in Europa zu sehen. Ergänzt werden die eigenen Gemälde und Zeichnungen Frida Kahlos durch eine Fotosammlung, die von ihrer Großnichte Christina Kahlo zusammengestellt wurde. Damit soll der Besucher einen Einblick in die Biografie der mexikanischen Künstlerin erhalten, die untrennbar mit ihrem Werk verknüpft ist.





