Auf der Grundlage unter anderem von bisher unveröffentlichten Unterlagen aus dem Familienarchiv schildert Schmidt den Lebensweg von Plettenbergs. Dieser absolvierte zunächst eine forstwissenschaftliche Ausbildung, kämpfte als Offzier im Ersten und im Zweiten Weltkrieg und bekleidete seit 1941 das Amt des Generalbevollmächtigten des vormaligen preußischen Königshauses. Schmidt zeichnet eindrucksvoll von Plettenbergs moralische Überzeugungen und seinen Weg in den Widerstand nach, der ihn in den Kreis um Claus Schenk Graf von Stauffenberg brachte.
Zunächst wirkte von Plettenberg eher im Hintergrund, so dass er der ersten Verhaftungswelle nach dem Scheitern des Attentats auf Hitler entkommen konnte. Anfang März 1945 wurde er jedoch verhaftet. Um nicht bisher unentdeckte Mitglieder des Widerstandskreises denunzieren zu müssen, beging von Plettenberg in der Haft Selbstmord.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





