Schnell wiederholte er seinen bereits 1201 geleisteten Eid, die Herrschaftsansprüche des Papstes in Mittel- und Unteritalien anzuerkennen, und machte sich auf den Weg nach Italien. Am 4. Oktober 1209 empfing er in der römischen Peterskirche die Kaiserkrone. Sodann hielt er den Steigbügel am päpstlichen Pferd und versprach, einen Kreuzzug zu unternehmen. Die inszenierte Eintracht währte indes nicht lange. Schnell riss sich der Kaiser, so ein aufgebrachter Chronist, „die Maske vom Gesicht und griff nach dem Gut, das er der Kirche eben noch zugeschworen hatte“. Als Otto IV. nämlich seine Hand nach Sizilien auszustrecken begann, erkannte der Papst, dass sich der Kaiser keineswegs an seinen Eid halten wollte. Der Papst verhängte die Exkommunikation über Otto.





