Will man Noltes Ausführungen folgen, benötigt man einiges an Vorwissen. Er entwickelt einen Kriterienkatalog für die Bezeichnung eines Herrschaftsgebildes als Imperium und skizziert nach einem gleichbleibenden Aufbau die Entwicklung von 14 Imperien bzw. Hegemonialmächten. Dadurch können die Imperien gut miteinander verglichen werden. Rom gilt als „paradigmatisches Imperium“. Es folgen das China der Song-Dynastie, das mongolische oder das Osmanische Reich, später das Heilige Römische Reich, Indien, Russland oder Großbritannien. Nolte stellt jeweils die wichtige Rolle von Staatsreligionen bzw. einer starken Armee für die Imperienbildung heraus, während „Gegenbewegungen“ wie die Nationalstaatsbewegungen ein Imperium sprengen konnten.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





