Gegen diesen Vorschlag soll es großen Widerstand gegeben haben. Die späteren Schriftsteller behaupteten, die Aktion des Flaminius habe zu den folgenden Kriegen mit den norditalischen Kelten geführt und auch das Volk moralisch verdorben, weil dieses nun immer mehr Land auf Kosten des Gemeinwesens verlangt habe. Die Kriege mit den Kelten dürften jedoch kaum ihre Ursache darin gehabt haben, schließlich war deren Land bereits zwei Generationen zuvor annektiert worden. Hinter der Opposition gegen den Antrag stand eher die klassische Angst der Aristokraten: Man fürchtete, eine solche „gute Tat“ könnte Flaminius zu viele treue Anhänger unter der Plebs verschaffen. Die Geschichtsschreiber stempelten den Volkstribun als Grenzüberschreiter und Provokateur ab, der sich sogar gegen die Götter gestellt und ihre Zeichen missachtet habe. Wie viel davon wahr ist, können wir heute nicht mehr entscheiden. Flaminius jedenfalls konnte seinen Antrag durchsetzen. Den Römern gelangen noch während seiner Zeit als Volkstribun Eroberungen im Norden, und sie vertrieben die Kelten endgültig aus Italien.





