von RAINER BABEL
Die deutschen Kurfürsten trafen 1519 eine Entscheidung, die über das Heilige Römische Reich hinaus weitreichende Folgen für ganz Europa hatte: Sie wählten König Karl I. von Aragón und Kastilien, Herrscher über die habsburgischen Erblande, über die Niederlande und die Freigrafschaft Burgund, zum römischen König und Nachfolger seines Großvaters, des Kaisers Maximilian I. Als Enkel Maximilians und aufgrund seiner Ehe mit Maria von Burgund war Karl Erbe nicht nur der habsburgischen Herrschaften und des im späteren Mittelalter entstandenen großen Herzogtums Burgund. Seine Mutter Johanna hatte ihm auch die Ansprüche auf die beiden iberischen Königtümer vermittelt. So war ein Herrschaftskomplex von nicht gekanntem Ausmaß entstanden, dem nun auch noch das Reich hinzugefügt wurde.





