„Unser Anspruch ist es, 2013 ein großes europäisches Fest zu feiern, Menschen aus allen damals beteiligten Nationen einzuladen und mit ihnen die Sehnsucht nach Versöhnung, Frieden und Demokratie zu teilen“, sagt Dr. Volker Rodekamp, Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums und Organisationsleiter der Aktivitäten zum Jubiläum. „Ich glaube, dass sich eine aufgeklärte Gesellschaft mit ihrer Vergangenheit befassen und sich zu dieser bekennen muss. Nur auf diese Weise ist Versöhnung möglich.“ Wie wichtig dabei der europäische Aspekt sei, bestätige die Schirmherrschaft von Martin Schulz: Er ist der Präsident des Europäischen Parlaments.
Für Leipzig ist das Jubiläum auch touristisch von Bedeutung. „Zahlreiche internationale Anfragen und Buchungen – nicht nur für die Gedenkwoche im Oktober – zeigen das“, heißt es bei der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH. Vor allem das Völkerschlachtdenkmal als zentraler Ort der Erinnerung, das sogenannte asisi-Panometer (ein riesiges Panorama zu den Kriegswirren) und die Gefechtsnachstellungen wecken offenbar großes Interesse.
Den Organisatoren ist klar, dass die Völkerschlacht nicht nur mit Leipzig zu tun hatte, sondern dass die Geschehnisse die ganze Region betrafen. Deshalb sagt Rodekamp: „Die Völkerschlacht ist keine Leipziger Geschichte, sondern eine Geschichte von ganz Mitteldeutschland.“
Bild auf der Startseite: Der Weiler Liebertwolkwitz war einer der Brennpunkte des ersten Tags der Völkerschlacht (undatierte Lithographie). (Sadtgeschichtliches Museum Leipzig)





