Das Landesmuseum Zürich nimmt das Jubiläum der von Lenin geprägten Revolution daher zum Anlass, um noch bis zum 25. Juni 2017 die weit über diese schillernde Persönlichkeit hinausgehenden Verflechtungen beider Staaten im Rahmen der Ausstellung „1917 Revolution. Russland und die Schweiz” zu zeigen.
Enge Kulturkontakte
Während um 1917 über 20000 Schweizerinnen und Schweizer in Russland lebten, um dort als Unternehmer, Bäcker, Käser oder Lehrerinnen zu arbeiten, lebten zeitgleich knapp 8500 Personen aus dem europäischen Russland in der Schweiz – etwa die Hälfte von ihnen in Zürich.
Auch in der Kunst spiegeln sich diese Beziehungen beider Nationen wider: Unter anderem lief eines der von einem russischen Juwelier gefertigten Fabergé-Eier mit einem Uhrwerk der Schweizer Auswandererfirma Moser & Cie.
Auf 26 Schreibtischen werden Stationen der russischen Geschichte und ihre Auswirkungen auf die Schweiz seit 1917 anhand von Fotos, Briefen und offiziellen Dokumenten dargestellt. Unter ihnen auch der Schreibtisch, an dem Lenin in seiner Zürcher Wohnung arbeitete. Die Ausstellung endet schließlich in den frühen 1930er Jahren. Der „Große Terror” Stalins steht zu diesem Zeitpunkt noch bevor.
Mit dem Thema der Russischen Revolution beschäftigt sich auch der DAMALS-Sonderband 2016. Weitere Informationen finden sie hier: 1917 Russische Revolution





