Es standen neben dem Hausunterricht Elementarschulen – auch für Mädchen – und höhere Schulen zur Verfügung, so dass wohl etwa ein Drittel der Römer in der Kaiserzeit lesen und schreiben konnte. So manche Dame der Oberschicht besaß eine höhere literarische Bildung. Die Allgegenwart der Prügelstrafe für unbotmäßige oder faule Schüler überrascht nicht, war doch diese Praxis auch bei uns noch bis in die Nachkriegszeit verbreitet. Dass sich allerdings die Lehrerschaft Roms hauptsächlich aus Sklaven rekrutierte, wird nicht jeder wissen. Ihrer Herkunft entsprechend genossen sie geringe gesellschaftliche Akzeptanz und klagten über schlechte Bezahlung. Sie mussten von dem Schulgeld leben, das ihre Schüler ihnen zahlten, und waren zu „Dumpinglöhnen“ gezwungen, wollten sie sich in der großen Schar der Konkurrenten behaupten.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





