Mit Schwung und Empathie schildert Oliver Hilmes, der bereits Bücher über Alma Mahler-Werfel und Cosima Wagner verfasst hat, Persönlichkeit und Leben des Künstlers. Hilmes begreift Liszt als einen „Superstar“, der sich virtuos der Medien bediente, um sein Image zu fördern. Ausführlich wird die Beziehung des Künstlers zum Wagner-Klan dargestellt – als Schwiegervater und Förderer Richard Wagners, dem Liszt so manches Mal aus finanziellen Schwierigkeiten half. Für Liszts Musik hat der Autor dagegen wenig Aufmerksamkeit übrig, obwohl er betont, wie wegweisend das Spätwerk Liszts war.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





