Die Beiträge rufen dann 17 Texte und ihre Wirkung in Erinnerung: „Onkel Toms Hütte“ von Harriet Beecher Stowe oder „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque sind alte Bekannte; nicht so selbstverständlich gilt dies vielleicht für den rassistischen Roman „Die Sünde wider das Blut“ von Artur Dinter aus dem Jahr 1917/18 oder für „Max Havelaar“ von Multatuli (das Pseudonym des Niederländers Eduard Douwes Dekker) von 1860. Das Buch des ehemaligen Kolonialbeamten in Indonesien stellt eine schonungslose Abrechnung mit dem dortigen niederländischen Unrechtsregime dar. Es beschreibt aufrüttelnd die Niederschlagung eines Aufstandes, der 200 000 Javaner das Leben kostete. Der Roman habe den Anstoß für eine gemäßigtere Haltung der Niederländer in ihren Kolonien gegeben.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





