Die Mehrzahl der in Preußen fahrenden Lokomotiven stammte bis dato noch immer aus England. Borsig aber vertraute vor allem auf die Erkenntnisse, die er bei Wartungsarbeiten an englischen Loks gewonnen hatte. Ständige Verbesse‧rungen optimierten seine Loks: 1845 baute er die ersten Lokomotiven mit gekuppelten Achsen, 1851 kamen Tenderlokomotiven hinzu. Im Zeichen eines ständig wachsenden Eisenbahnausbaus fuhren 1846 auf Preußens Schienen bereits über 100 Borsig-Lokomotiven. Sie machten damit mehr als ein Drittel der insgesamt betriebenen Schienenfahrzeuge aus. Später traten auch Auslandsaufträge hinzu, etwa für die Warschau-Wiener Bahn. Das Werk expandierte kräftig und beschäftigte um 1850 bereits 1800 Mitarbeiter. In seinem Sterbejahr, 1854, lieferte der „Lokomotivkönig“ Borsig die 500. Lok aus und gehörte damit zu den größten Produzenten Europas.





