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RezensionRezensionen

Mai 1945: zwischen Ende und Anfang

Autor: DAMALS-Redaktion

In der Nacht des 14. Mai 1945 fiel der U-Boot-Kommandant Wolfgang Lüth seinem eigenen Befehl an die Wachsoldaten zum Opfer, jeden zu erschießen, der die Tagesparole nicht nennen könne. Lüth hatte diese aber offenbar vergessen und wurde daraufhin im Dunkeln erschossen. Es sind absurde Episoden wie diese, die der Flensbu…

Mai 1945: zwischen Ende und Anfang
In der Nacht des 14. Mai 1945 fiel der U-Boot-Kommandant Wolfgang Lüth seinem eigenen Befehl an die Wachsoldaten zum Opfer, jeden zu erschießen, der die Tagesparole nicht nennen könne. Lüth hatte diese aber offenbar vergessen und wurde daraufhin im Dunkeln erschossen. Es sind absurde Episoden wie diese, die der Flensburger Historiker Gerhard Paul in seinem ungewöhnlichen Buch zusammengestellt hat. Es bietet ein Panorama der letzten vier Wochen des „Dritten Reiches“ und der „Regierung Dönitz“, die sich in Flensburg und Umgebung aufhielt, bevor die Alliierten ihrem Treiben ein Ende machten. Der ausgewiesene Bildhistoriker Paul kontextualisiert Fotos, lässt Zeitzeugen und die lokale Überlieferung sprechen. So entsteht ein spannender Einblick in eine seltsame Zeit zwischen Ende und Anfang.
Autor
DAMALS-Redaktion
29. Dezember 2025
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Rezensionen

Er beleuchtet dabei zahlreiche Themen: die ökologisch bedenkliche Entsorgung von Kampfstoffen, die brutalen Endphaseverbrechen, die unverbesserlichen Nazis und die Menschen, die versuchten, sich irgendwie durch das Chaos dieser Wochen zu retten. Das gut lesbare Buch bleibt nicht nur stets nah an den Erfahrungen der Zeitgenossen, sondern auch an denen von Paul, der seine jahrzehntelange Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte in den Text einfließen lässt.

Rezension: Dr. Sebastian Rojek

Gerhard Paul
Mai 1945
Das absurde Ende des „Dritten Reiches“
Wie und wo die Nazi-Herrschaft wirklich ihr Ende fand
Verlag wbg/Theiss, Freiburg im Breisgau 2025, 336 Seiten, € 28,–

1945EndePaulRezension
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