In den folgenden Monaten zogen britische Offiziere über die Inseln und bewogen weitere 512 Häuptlinge zur Unterzeichnung des Vertrags. Missionare trugen den lese- und schreibunkundigen Maori die einzelnen Vertragsartikel vor. Fraglich bleibt, ob die Zustimmung der Häuptlinge ebenso leicht zu erlangen gewesen wäre, wenn sie gewusst hätten, welche Rechte sie abtraten. War es sogar eine bewusste Irreführung der indigenen Bevölkerung? Fest steht, dass der Vertragstext eilig formuliert wurde, es mehrere Entwürfe gab und ein Missionar, kein Linguist, die Übersetzung anfertigte. Die Auslegung ist bis heute Gegenstand von juristischen Debatten. Seit 1975 werden Streitigkeiten so gelöst, dass beide Versionen des Vertrags berücksichtigt werden müssen.





