Maria Theresia dürfe man nicht die Emotionen einer „Familienmutter des 19. Jahrhunderts“ überstülpen, warnt die Autorin zu Recht, stattdessen solle man ihre Fremdheit und die der höfischen Welt des 18. Jahrhunderts ernst nehmen. Maria Theresias Weg von der Erbtochter zur Herrscherin, ihre Reformen und Allianzen, das Machtgeflecht der Höfe, der preußisch-österreichische Gegensatz wie auch Mutterschaft und Heiratspolitik werden, gestützt auf zahlreiche Zitate, teils analytisch, teils anschaulich, stets kritisch und einschließlich der dunklen Seiten ihrer Herrschaft geschildert.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





