Gleich das erste Schreiben der so besorgten wie strengen Mutter enthält Verhaltensvorschriften zur religiösen Praxis. Immer neue Ermahnungen folgten: Sie solle um ihrer Gebärfähigkeit willen nicht reiten, sich von Intrigen fernhalten, sich nicht zu vielen Vergnügungen hingeben, der Mutter die gelesenen Bücher melden usw. Die Tochter gibt sich unterwürfig und gehorsam, allein, die mütterlichen Disziplinierungsabsichten wollten nicht recht fruchten. Immerhin, das Ende der Tochter unterm Fallbeil hat die Kaiserin nicht mehr miterleben müssen.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





